Verbraucherkredit

Mit dem 1. Januar 2002 wurde das Verbraucherkreditgesetz in das allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch aufgenommen.

Das Gesetz verpflichtet die Banken zu einer umfassenden Information des Verbrauchers und gibt diesen auch ein Widerrufsrecht, allerdings muss der Kredit 2000 EUR übersteigen und von einem Unternehmen gewährt werden.

Tipp:

Das Gesetz gilt auch für Existenzgründer und für Gesellschaften öffentlichen Rechts, wenn letztere nicht als Unternehmer tätig sind.

Ein Verbraucherkreditvertrag muss folgende Informationen enthalten.

  • Nettodarlehensbetrag
  • Gesamtbetrag aller Raten
  • Rückzahlungs- und Tilgungsbestimmungen
  • Zinssatz und sonstige Kosten
  • Effektiver Jahreszins

Dem Verbraucher steht ein Widerrufsrecht zu. Er kann den Vertragsabschluss gegenüber dem Unternehmen innerhalb von zwei Wochen schriftlich widerrufen.

Die zwei Wochen Frist beginnt nur dann zu laufen, wenn der Verbraucher ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht belehrt worden ist und den Vertrag ausgehändigt bekommen hat.

Wird der Vertrag wirksam widerrufen, wird das Vertragsverhältnis rückabgewickelt.

Seit dem 31.07.02 gilt das Widerrufsrecht auch bei Hypothekendarlehen. Die Banken können es jedoch noch bis zum 30.06.05 in dem Vertrag ausschließen. Zu beachten ist außerdem, dass nur der Darlehensvertrag widerrufen werden kann, nicht ein eventuell damit verbundenes Immobiliengeschäft.

Auch bei Verzug und Kündigungen wird der Verbraucher umfassender geschützt.

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