Vollstreckungschutz/Schufa

Wichtig ist, dass der Schuldner vor und während der Dauer des außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuches die notwendigen Pfändungsschutzmaßnahmen ergreift.

Bei Lohnpfändung darf der Arbeitgeber grundsätzlich nur den nicht pfändbaren Teil des Einkommens an den Gläubiger überweisen. Wie hoch dieser ist, richtet sich nach der Zahl der Personen, denen der Schuldner unterhaltsverpflichtet ist. Außerdem kann der Schuldner bei Kontenpfändung beantragen, dass von dem, auf das Konto überwiesenen Lohn der nicht pfändbare Teil an ihn auszubezahlen ist. Auch die mit der Pfändung verbundene Kontosperre muss der Schuldner nicht widerspruchslos hinnehmen.

Tipp:

Beantragen Sie, wenn Kontopfändungen zu befürchten sind, die Umwandlung Ihres Bankkontos in ein Pfändungsschutzkonto.

Der Gerichtsvollzieher muss nicht bei seinem ersten Besuch eingelassen werden. Kann er dann jedoch bei seinem nächsten Erscheinen einen Durchsuchungsbefehl vorweisen, kann er sich notfalls mit Gewalt Zutritt verschaffen. Auch dann darf er jedoch nicht alles mitnehmen. Ausgenommen sind Dinge des persönlichen Gebrauchs, soweit sie für eine bescheidene Lebensführung notwendig sind. Das ist auch der Fernseher. Nicht mitgenommen werden können auch Gegenstände, die der Berufsausübung dienen. Allerdings kann hier eine Austauschpfändung vorgenommen , zum Beispiel das wertvolle Fahrzeug gegen ein einfaches ausgewechselt werden.

Tipp:

Versuchen sie Pfändungen - wenn möglich- bereits im Vorfeld abzuwenden, indem Sie rechtzeitig einen Schuldenbereinigungsversuch unternehmen und mit den Gläubigern Ratenzahlung vereinbaren.

Einer Auskunft der SCHUFA über die dort registrierten Gläubiger und Forderungen verschafft einen Überblick über den Umfang der Verbindlichkeiten und über gegenwärtige und vergangene Vollstreckungsmaßnahmen.

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung ist Partner von Banken, Sparkassen und Handel. Sie speichert Kunden-Daten und gibt diese bei der Vergabe von Krediten weiter.
Registriert sind circa 59 Mill. Bürger. Es reicht schon die Eröffnung eines Girokontos, wenn der Kunde die Schufa-Klausel unterschrieben hat. Gespeichert werden generell Daten im Zusammenhang mit Bankgeschäften, Leasingverträgen, Handyverträgen, Versandhausbestellungen etc. Für den Schuldner von Bedeutung sind allerdings nur die negativen Einträge zu geplatzten Darlehen und Zahlungsrückständen, der Abgabe der eidesstattlichen Versicherung und die Eröffnung eines Insolvenzverfahren.

Die negativen Daten werden drei Jahre gespeichert. Kommt es zu einer rechtskräftigen Verurteilung, z.B. nachdem die Bank Klage auf Kreditrückzahlung eingereicht hat, bleibt dies 30 Jahre lang gespeichert.

Die Vertragspartner (Banken, Händler, Telefongesellschaften und Leasingfirmen) unterstützen sich bei dem System gegenseitig. Sie geben die Daten weiter und können andererseits auch die negativen abfragen. Allerdings erhalten sie nicht die gesamten gespeicherten Daten. Diese erhält nur der Bürger, der einen Eigenantrag an nachfolgende Adresse stellt

Der Antrag kann auch über die web-Seite der SCHUFA gestellt werden.

SCHUFA HOLDING AG, Hagenauer Str.44, 65203 Wiesbaden,
Tel. 0611/92 78 0, Fax 0611/929 27 81 09
www.schufa.de

SCHUFA-Aufsichtsbehörde:
Regierungspräsidium Darmstadt, Wilhelminenstraße 1-3, 64278 Darmstadt, Tel. 0 61 51/1 20

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